Verbraucherzentrale mahnt Disney+ wegen Bildqualität ab
Niedersachsens Verbraucherschützer haben Disney+ am 29. Oktober 2026 wegen Einschränkungen bei 4K und HDR im Premium-Abo abgemahnt. Disney soll bis zum 20. November eine Unterlassungserklärung abgeben und betroffene Kunden finanziell entlasten.
Wegen Einschränkungen bei der Bildqualität hat Niedersachsens Verbraucherzentrale Disney+ am 29. Oktober 2026 abgemahnt. Sie verlangt eine Unterlassungserklärung bis zum 20. November 2026 und finanzielle Entlastung für betroffene Kunden.
Nach Darstellung der Verbraucherschützer stehen zentrale Bildfunktionen nicht auf allen Geräten und bei sämtlichen Inhalten wie beworben zur Verfügung. Disney soll Einschränkungen verständlich kenntlich machen und Bestandskunden darüber informieren. Solange die beworbene Premium-Qualität fehlt, soll der Aufpreis gegenüber dem Standard-Abo entfallen oder die Preisdifferenz erstattet werden. Bei ausbleibender Erklärung prüft die Verbraucherzentrale weitere rechtliche Schritte.
Hintergrund der Einschränkungen
Ein Patentstreit zwischen Disney und InterDigital führte dazu, dass Dolby Vision und HDR10+ bei Disney+ weggefallen sind. Auch 4K und HDR sind nur eingeschränkt verfügbar. Auf ausgewählten Geräten wurde 4K mit dem Videocodec VP9 wieder ermöglicht; die Wiedergabequalität kann je nach unterstütztem Gerät variieren.
Was das für Nutzer bedeutet
Für Nutzer von IPTV-Playern ändert sich dadurch keine Gerätefunktion. Wer Disney+ nutzt, sollte die tatsächlich verfügbare Bildqualität auf dem eigenen Gerät und bei den gewünschten Inhalten prüfen; die Forderung der Verbraucherzentrale betrifft Preis und Leistungsangaben des Streamingdienstes.
Warum das wichtig ist
Für Nutzer von IPTV-Playern ändert sich dadurch keine Gerätefunktion. Disney+-Kunden können prüfen, ob 4K und HDR auf ihren Geräten und bei den gewünschten Inhalten verfügbar sind; die Verbraucherzentrale fordert für betroffene Premium-Kunden den Wegfall oder die Erstattung des Aufpreises.
Quellen
- DIGITAL FERNSEHEN · Abruf 30. Oktober 2026
